Bürgermeisterin Kahr eröffnet innovatives Prüflabor im Siemens Mobility Werk Graz


• High-Tech Versuchslabor erweitert Standortkompetenz, noch mehr Qualität
• Erste Testobjekte: Radsätze für Metro in London sowie Straßenbahn Fahrwerke


(Graz 8.4.2022) – Bürgermeisterin Elke Kahr eröffnete heute ein neues, besonders leistungsfähiges Prüflabor im Grazer Werk von Siemens Mobility. Es setzt neue Maßstäbe in der internationalen Schienenfahrzeugindustrie, erweitert die Kompetenz Standorts und wird die hohe Qualität und Zuverlässigkeit der gefertigten Produkte noch einmal steigern. Die in der Grazer Eggenberger Straße erzeugten Drehgestelle für Loks, Hochgeschwindigkeitszüge, Reisezugwägen,
U-Bahnen und Straßenbahnen sind ausgelegt auf eine Lebensdauer von mehr als 30 Jahren. Sie müssen über den gesamten Einsatzzeitraum besonders robust sein, weil beispielweise Antriebs- und Bremskräfte 10 Millionen Mal und öfter auf das Fahrwerk einwirken.

Bisher wurde mit zeit- und kostenintensiven Feldversuchen abgesichert, ob die konstruierten Bauteile diesen Beanspruchungen gerecht werden. In Zukunft werden diese Tests realitätsnah im neuen Versuchslabor in nur wenigen Tagen abgewickelt. Für das Werk Graz besonders vorteilhaft ist auch die hohe Energieeffizienz des neuen Labors:
Ein Kleinkomponententest benötigt beispielsweise nur so viel Energie wie etwa der Betrieb von drei Waschmaschinen. Durch die erzielte höchste Qualität und die Entwicklung von vibrationsarmen, leisen, verschleißfreundlichen, zuverlässigen Fahrwerken ergibt sich ein internationaler Wettbewerbsvorteil für Siemens Mobility, der dazu beiträgt, den Standort Graz und die hier etablierten Arbeitsplätze abzusichern.

Elke Kahr, Bürgermeisterin der Stadt Graz: „Dieser Standort hat eine große Tradition und ist seit jeher eng mit dem Maschinenbau und dem Transport auf der Schiene verbunden. Die neuen Prüffelder garantieren hier eine technische Weiterentwicklung und unterstreichen die verkehrspolitische Bedeutung dieses Mobilitätssegments. Wir können gar nicht stolz genug sein, dieses Unternehmen mitten in unserer Stadt zu haben.“

Arnulf Wolfram, CEO Siemens Mobility Austria: „Qualitativ hochwertige Drehgestelle aus dem Weltkompetenzzentrum Graz sind wesentliche Bausteine für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir stärken den Standort, erweitern die Kompetenzen und bieten attraktive Arbeitsplätze für Ingenieure und technik-affine Jugendliche.“

Die ersten Komponenten, die in diesem neuen Versuchslabor überprüft werden, sind die Radsätze für die Fahrwerke der neuen Londoner U-Bahn-Züge (Piccadilly Line). Gleichzeitig laufen die Testreihen für Komponenten der international erfolgreichen Avenio Straßenbahn an. Besonderer Fokus liegt hier auf der weiteren Minimierung der Geräuschentwicklung sowie des natürlichen Vibrationsverhaltens des Fahrwerks.

Rund 250 Ingenieure entwickeln bei Siemens Mobility Graz die Schienenfahrzeugtechnologie von morgen. Der Löwenanteil dieser Arbeit erfolgt IT-unterstützt, sodass vollständige virtuelle Abbilder („digitale Zwillinge“) der bis zu 20 Tonnen schweren Drehgestelle entstehen. Nach umfangreichen virtuellen Simulationen und Berechnungen zur funktionalen Absicherung werden Prototypen produziert und im neuen Versuchslabor auf die spezifizierten Bauteileigenschaften untersucht. Die Ergebnisse fließen direkt an den Entwicklungsbereich zurück, wo wiederum geprüft wird, ob die gewünschten Werte erreicht werden. Produkteigenschaften sowie das Einhalten von Grenzwerten und Normen werden vollelektronisch dokumentiert, validiert und gegebenenfalls noch optimiert, bevor die eigentliche Serienproduktion anläuft.

Aber auch im Zuge der etablierten Serienproduktion wird das Prüflabor genützt: Die Komponenten werden stichprobenartig vor Auslieferung an die Kunden einer umfassenden Qualitätskontrolle unterzogen. Außerdem spielt die neue Einrichtung eine wichtige Rolle, wenn es um die Eigenschaften von Produkten externer Lieferanten geht. Diesbezügliche Überprüfungen können deutlich rascher und umfassender als bisher erfolgen.
Das Versuchslabor besteht im Detail aus vier verschiedenen, voneinander unabhängigen Versuchsfeldern mit jeweils unterschiedlichen Möglichkeiten einer Versuchsdurchführung. Dadurch können nahezu alle Bauteile eines Fahrwerks wie Radsatzwellen, Radscheiben, Luftfedern, Gummi-Metall-Teile, Dämpfer oder auch Strukturbauteile geprüft werden.

Hier können Sie die Pressemitteilung der Siemens Mobility downloaden: DOWNLOAD

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Siemens Mobility Austria

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Siemens Mobility ist ein eigenständig geführtes Unternehmen der Siemens AG. Siemens Mobility ist seit über 160 Jahren ein führender Anbieter im Bereich Transportlösungen und entwickelt sein Portfolio durch Innovationen ständig weiter. Zum Kerngeschäft gehören Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungs- und Elektrifizierungslösungen, schlüsselfertige Bahnsysteme sowie die dazugehörigen Serviceleistungen. Mit der Digitalisierung ermöglicht Siemens Mobility Mobilitätsbetreibern auf der ganzen Welt, ihre Infrastruktur intelligent zu machen, eine nachhaltige Wertsteigerung über den gesamten Lebenszyklus sicherzustellen, den Fahrgastkomfort zu verbessern sowie Verfügbarkeit zu garantieren. Im Geschäftsjahr 2021, das am 30. September 2021 endete, hat Siemens Mobility einen Umsatz von 9,2 Milliarden Euro ausgewiesen und rund 39.500 Mitarbeiter weltweit beschäftigt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.at/mobility.

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