ACstyria Mobilitätscluster | Internationalisierung
Steiermark × Flandern: Batterietechnologien, Forschung und internationale Vernetzung
20.–22. Oktober 2026 | Gent, Brüssel und Genk
Drei Tage im Zeichen der Batterieinnovation: Gemeinsam mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Innovationsorganisationen aus der Steiermark war der ACstyria Teil einer Delegationsreise nach Belgien. Im Mittelpunkt standen Einblicke in industrielle Anwendungen, aktuelle Forschung und der Austausch mit dem flämischen Batterieökosystem.
Die von der SFG und Flanders Investment & Trade organisierte Reise brachte 20 Teilnehmer:innen aus 14 Organisationen zusammen. Das Programm spannte den Bogen von Materialien und Batterieentwicklung über Produktion, Simulation und Sicherheit bis hin zu Energiespeicherung und Kreislaufwirtschaft.
Auftakt in Gent: Elektrifizierung trifft Logistik
Zum Auftakt empfingen Flanders Investment & Trade, North Sea Port und die SFG die Delegation im historischen Havenhuis in Gent. Beiträge von Volvo Car Ghent and Eutraco rückten die Elektrifizierung der Fahrzeugproduktion sowie die Lagerung und Logistik von Fahrzeugbatterien in den Fokus.
Der anschließende Austausch bot Gelegenheit, Kontakte mit regionalen Unternehmen und Institutionen zu knüpfen und die Kompetenzen der beiden Standorte kennenzulernen.
Volvo Trucks und Toyota: Unterschiedliche Wege zur Mobilität der Zukunft
Bei Volvo Trucks Belgium in Gent standen die Elektrifizierung schwerer Nutzfahrzeuge und die Batterieaktivitäten am Standort im Mittelpunkt. Die Besichtigung von Produktion und Labor ermöglichte Einblicke in Technologien und Prozesse für den Übergang zum elektrischen Lkw.
Toyota Motor Europe in Zaventem stellte seinen „Multi-Pathway Approach“ vor – einen Ansatz, der unterschiedliche Antriebstechnologien für verschiedene Mobilitätsanforderungen berücksichtigt. Ergänzt wurde der Besuch durch Einblicke in die Prüfinfrastruktur für elektromagnetische Verträglichkeit und Brennstoffzellen.
VUB: Von neuen Zellchemien zur digitalen Batterieentwicklung
Am MOBI Electromobility Research Centre und Battery Innovation Centre der Vrije Universiteit Brussel beschäftigte sich die Delegation mit Batteriemodellierung, neuen Zellchemien, modernen Fertigungsverfahren und intelligenten Batteriezellen.
Beiträge von SORBAT, Octave, Siemens Digital Industries Software, Umicore und Engie Laborelec erweiterten die Forschungsperspektive um industrielle Anwendungen. Thematisiert wurden unter anderem Batteriesicherheit, simulationsgestützte Entwicklung sowie Innovationen bei Batteriematerialien und Energiespeichern. Eine Laborführung ergänzte den fachlichen Austausch.
EnergyVille: Batteriesicherheit und Energiesysteme im Fokus
Der Besuch bei EnergyVille im Thor Park in Genk widmete sich insbesondere der Sicherheit elektrischer Energiespeicher – von der Validierung bis zum Betrieb.
Dabei war auch steirische Expertise gefragt: Alexander Noell von AVL Automotive Battery Safety und Jörg Moser von Battery4Life brachten ihre Perspektiven in die Fachsession „How Can We Better Understand Battery Risk?“ ein.
Weitere Programmpunkte führten in die Batterieprüf- und Materiallabore sowie das Open Thor Living Lab. Ein Beitrag des belgischen Technologieverbands Agoria ergänzte das Programm um Technologie- und Markttrends der Automotive-Industrie.
Verbindungen für die steirische Batteriewertschöpfungskette
Für den ACstyria verband die Reise technologische Orientierung mit internationaler Vernetzung. Die besuchten Unternehmen und Forschungseinrichtungen boten Anknüpfungspunkte für steirische Kompetenzen – etwa in der Batterieprüfung, Simulation, Materialentwicklung, Automatisierung und Systemintegration.
Der direkte Austausch zwischen Industrie und Forschung schafft eine Grundlage, um gemeinsame Themen weiterzuverfolgen und Möglichkeiten für grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszuloten.
Vielen Dank an die SFG, Flanders Investment & Trade sowie alle Gastgeber und Mitwirkenden für die Organisation und den fachlichen Austausch!













