Automotive Masterminds 2026

Unter dem Leitthema „Powered by code, driven by culture“ versammelte die AMM26 rund 350 Führungskräfte und ExpertInnen sowie über 45 Speaker von OEMs wie BMW, Mercedes, Stellantis, VW and XPeng und Zulieferern wie Aumovio, Bosch, Dräxlmaier and Valeo in Berlin. Schwerpunkte der vierten Ausgabe des Kongresses waren Software Defined Vehicle, Autonomes Fahren und die Bedeutung von neuen Geschäftsmodellen und Kooperation im globalen Wettbewerb.

Software Defined Vehicle und Architekturentwicklung

Im Mittelpunkt der Transformation hin zum Software Defined Vehicle stehen der Aufbau skalierbarer Software- und E/E-Architekturen sowie die Integration von Softwareplattformen in Fahrzeugkonzepte. Der Fokus liegt nicht mehr auf strategischen Zielbildern, sondern auf der konkreten Umsetzung in Serienarchitekturen. In diesem Kontext wurde deutlich, dass sich das Software Defined Vehicle zunehmend in Richtung eines AI Defined Vehicle (AIDV) weiterentwickelt.

Neue Geschäftsmodelle und Kooperationen

Mehrere Präsentationen betonten die zunehmende Bedeutung von Kooperationen zwischen OEMs, Tier-1 und Technologieunternehmen. Die steigende Komplexität softwaredefinierter Systeme erfordert Anpassungen bestehender Geschäftsmodelle und neue Formen der Zusammenarbeit. Partnerschaften werden dabei als zentrale Voraussetzung für die Umsetzung der technologischen Entwicklungen dargestellt. Grundvoraussetzungen dafür sind gegenseitiges Verständnis und gegenseitiger Nutzen. In diesem Zusammenhang wurde seitens XPeng explizit auf die Zusammenarbeit mit Magna in Graz verwiesen „Somehow we found a solution in the middle, and (…) it was the best decision to start that way.“.

Globale Wettbewerbsdynamik

Dieses Bekenntnis wird durch die zunehmende globale Wettbewerbsdynamik kontrastiert. Die Beiträge zeigen eine immer stärkere Positionierung von USA und China in zentralen Technologiefeldern, während sich Europa im Spannungsfeld zwischen diesen beiden Märkten bewegt. Unterschiede in Innovationsgeschwindigkeit, Skalierung und Marktdurchdringung prägen das Wettbewerbsumfeld.

Autonomes Fahren und Künstliche Intelligenz

Die derzeit etwa 1 Million fahrerlose Taxifahrten pro Woche finden etwa je zur Hälfte in den USA und China statt. In Europa könnten drei Faktoren „2026 zum Jahr des Robotaxis“ machen: Erstens gehen mehrere Unternehmen mit automatisierten Fahrzeugen (AV) an den Start, zweitens gibt es mittlerweile relevante europäische Technologieplattformen für autonomes Fahren auf Level 4 und drittens werden mit dem EU Automation Framework Erleichterungen in der europäischen Gesetzgebung erwartet.

Mehr zum Thema Robotaxis und wo Wertschöpfungsmöglichkeiten durch automatisierte Systeme für die steirische Industrie liegen könnten, erfahren Sie übrigens am 01. Juli in Graz